In der letzten Woche kam es zu 2 schweren Einsätze zwischen Bodenschneidgipfel und dem Bodenschneidhaus:
Einsatz verletzte Wanderin
05.03.2026, 14:50 Uhr
Multiple Schürf- und Prellwunden nach 100m Sturz auf Schneefeld - Bodenschneid
Erneut wurden wir an die Bodenschneid alarmiert, um einer gestürzten Wanderin zu helfen. Diese zog sich nach einem 100m Sturz auf der noch schneebedeckten Nord-Ostseite der Bodenschneid multiple Prell- und Schürfwunden, sowie eine leichte Kopfverletzung zu.
Nach einer genaueren Lokalisation stiegen 3 unserer Einsatzkrafte mit Tourenski und Schneeschuhen zur Verletzten und ihren Begleiter auf. Wir übernahmen sofort die Erstversorgung inkl. Wärmeerhalt. Aufgrund des Verletzungsbildes der Patientin und der anrückenden Dunkelheit entschieden wir uns für eine Nachforderung eines Rettungshubschraubers.
Christoph 1 von der ADAC-Luftrettung konnte die Einsatzstelle direkt anfliegen und setzte eine medizinische Crew mit der Winde ab, welche die Patientin nochmals stabilisierte. Mit einem sogenannten Rettungsdreieck wurde die Verletzte mit der Winde aufgenommen und in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert.
Anschließend begleiteten wir den Angehörigen noch zu Fuß
Richtung Bodenschneidhaus und mit unserem Bergrettungsfahrzeug zurück ins Tal.
Insgesamt waren 5 Einsatzkrafte rund 5 Stunden im Einsatz.
Wir bedanken uns bei der Crew der @luftrettungsstationchristoph1 für die gute Zusammenarbeit und beim@bodenschneidhaus für die Versorgung.
Einsatz verunglückte Wanderin
07.03.2026, 12:45 Uhr
Laufende Reanimation nach über 100m Sturz auf Schneefeld - Bodenschneid
Erneut kam es gestern zwischen Bodenschneidgipfel und dem Bodenschneidhaus zu einem schweren Bergunfall. Eine 74-jährige Münchnerin stürzte im steilen, schneebedeckten und verharrschten Gelände und rutschte über 100m ab. Erst durch eine Reihe von Büschen kam sie schwer verletzt zum Liegen.
Mit dem Absetzen des Notrufes setzte sich sofort die Rettungskette in Gang. Während hinzugekommene Ersthelfer durch die Integrierte Leitstelle Rosenheim mit Sofortmaßnahmen angeleitet wurden, stiegen zwei unserer Einsatzkräfte von der Diensthütte am Bodenschneidhaus zur Unfallstelle auf. Parallel wurde ein Rettungshubschrauber inkl. Notarzt angefordert.
Dieser brachte neben seiner Med-Crew auch noch zwei weitere Einsatzkrafte der Bergwacht mittels Winde zur Einsatzstelle.
Doch trotz aller Wiederbelebungsversuche erlag die Frau noch vor Ort ihren schweren Verletzungen.
Der Begleiter und die Ersthelfer wurden anschließend am Bodenschneidhaus vom Kriseninterventionsdienst der Bergwacht
(KID) betreut. Die Bergung der Verunglückten übernahm dann die Alpine Einsatzgruppe der Polizei.
Wir möchten allen Hinterbliebenen unser herzliches Beileid aussprechen.
Vielen Dank an @luftrettungsstationchristoph1 und der alpinen Einsatzgruppe der Polizei für die hervorragende Zusammenarbeit. Auch ein großes Danke gilt erneut dem @bodenschneidhaus für die unkomplizierte und zuvorkommende Versorgung aller Einsatzkrafte.
Den Ersthelfern zollen wir großen Respekt für ihre Zivilcourage unter diesen schwierigen Bedingungen.
Insgesamt waren 8 Einsatzkräfte rund 5 Stunden im Einsatz.