Schwerer Forstunfall am Wendelstein - Waldarbeiter lebensgefährlich verletzt
Am Mittwoch, 4.2.26, wurde die Bergwacht Leitzachtal um 15:42 Uhr zu einem schweren Arbeitsunfall im Bereich des Mühlbachgrabens am Fuß des Wendelsteins alarmiert. Die Einsatzmeldung lautete auf eine Handverletzung durch eine Motorsäge mit starker Blutung in steilem, weglosen Gelände oberhalb des Ortsteils Dorf.
Ein 30-jähriger Mann aus Bayrischzell hatte sich bei Holzarbeiten mit zwei Kollegen eine tiefe Schnittverletzung durch eine Kettensäge oberhalb des Handgelenks zugezogen. In dieser kritischen Situation bewiesen die Kollegen große Umsicht: Durch das sofortige Abdrücken der Schlagader in der Achsel konnten sie die massive Blutung stoppen – eine Maßnahme, die dem Verletzten vermutlich das Leben rettete.
Nach einem Suchflug mit dem Rettungshubschrauber „Heli 3“ aus Kufstein wurde der Patient auf einer Lichtung lokalisiert. Die Rettungshubschrauberbesatzung sowie ein Bergwacht-Notarzt wurden an der Einsatzstelle abgesetzt. Die Bergwacht übernahm die medizinische Erstversorgung mit Anlage eines Druckverbandes und einer Schmerztherapie. Anschließend wurde der Verletzte in einem Bergesack gesichert und per Rettungshubschrauber schonend aus dem unwegsamen Gelände ausgeflogen.
Aufgrund von Nebel war lediglich ein Transport in eine Klinik ins nahegelegene Tirol möglich. Die beiden unverletzten Kollegen wurden von Einsatzkräften der Bergwacht sicher ins Tal begleitet. Insgesamt waren drei aktive Einsatzkräfte der Bergwacht Leitzachtal sowie ein Bergwacht-Notarzt im Einsatz.