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Die Bergwacht Bayern und das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) haben am Mittwoch, 1. Juli 2026, auf der Zugspitze einen neuen Folgevertrag zur Zusammenarbeit im Bereich des Digitalfunk-Standortmanagements unterzeichnet. Der Termin fand am Vormittag im kleinen Kreis an der Bergstation der Zugspitzbahn statt.
An der Vertragsunterzeichnung nahmen insgesamt neun Vertreter beider Organisationen teil, darunter Norbert Radmacher (Präsident des BLKA), Peter Jaud (Leiter der Autorisierten Stelle Bayern), sowie Tobias Vogl (Geschäftsführer der Bergwacht Bayern). Ebenfalls vertreten waren Mitarbeitende und Fachverantwortliche beider Institutionen, die seit vielen Jahren eng im Bereich der technischen Infrastruktur zusammenarbeiten.
Nach der gemeinsamen Auffahrt mit der Zugspitzbahn auf den Gipfel kam die Delegation im Gipfelrestaurant zusammen, wo der Vertrag im Rahmen eines fachlichen Austauschs unterzeichnet wurde. Im Anschluss stand eine Besichtigung ausgewählter Anlagen der Funk- und Digitalfunktechnik auf dem Programm.
Verlässliche Partnerschaft im hochalpinen Gelände
Die Vertragsunterzeichnung knüpft an die bereits seit 2015 bestehende Zusammenarbeit zwischen dem BLKA beziehungsweise der Autorisierten Stelle Bayern und der Bergwacht Bayern an. Damals wurde erstmals vereinbart, dass die Bergwacht Bayern als Generalunternehmer die Wartung und Betreuung ausgewählter Digitalfunk-Standorte in schwer zugänglichem Gelände übernimmt.
Der nun unterzeichnete Folgevertrag aktualisiert die bisherigen Vereinbarungen und passt die Leistungsbeschreibung an die aktuellen technischen und operativen Anforderungen an.
„Die zuverlässige Funktion des Digitalfunks ist eine zentrale Grundlage für die Sicherheit aller Einsatzkräfte in Bayern. Mit dem neuen Vertrag setzen wir die bewährte Zusammenarbeit fort und stellen sicher, dass auch künftig besonders anspruchsvolle Standorte im bayerischen Alpenraum professionell betreut werden“, betonte Tobias Vogl, Geschäftsführer der Bergwacht Bayern.
Schlüsselrolle der Bergwacht im Digitalfunknetz
Der BOS-Digitalfunk (Digitalfunk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) ist das zentrale Kommunikationssystem für alle polizeilichen und nicht-polizeilichen Einsatzkräfte in ganz Bayern und Deutschland. Er basiert auf der TETRA-Technologie und wird über ein dichtes Netz von Basisstationen betrieben. Diese bilden die technische Grundlage für eine sichere, flächendeckende Kommunikation zwischen Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Organisationen.
In Bayern existieren derzeit rund 1.000 solcher Basisstationen, von denen sich ein Teil in besonders exponierten Lagen befindet – unter anderem im hochalpinen Gelände. Genau hier kommt die Bergwacht Bayern ins Spiel: Aufgrund ihrer alpinen Kompetenz und ihrer Einsatzbereitschaft übernimmt sie die Wartung und Instandhaltung dieser schwer erreichbaren Standorte.
Zu den Aufgaben gehören unter anderem:
Die Arbeiten erfolgen unter teils extremen Bedingungen und erfordern speziell ausgebildetes Personal sowie eine entsprechende Ausrüstung.
Spezialisierte Einheit im Einsatz
Innerhalb der Bergwacht Bayern ist ein eigenes Team für das Standortmanagement eingerichtet. Die speziell geschulten Kolleginnen und Kollegen– in Summe acht Vollzeitkräfte – kümmern sich im bayerischen Alpenraum um die Betreuung der Standorte im alpinen und schwer zugänglichen Gelände.
Die regelmäßige Wartung ist essenziell, da das Digitalfunknetz eine hohe Verfügbarkeit gewährleisten muss. Denn im Einsatzfall – etwa bei Bergrettungen, Naturkatastrophen oder Großschadenslagen – ist eine stabile Kommunikation unverzichtbar.
„Als Nutzer des Digitalfunks haben wir selbst ein großes Interesse daran, dass das System jederzeit zuverlässig funktioniert. Unsere Erfahrung im alpinen Raum macht uns zu einem verlässlichen Partner für diese anspruchsvolle Aufgabe“, erklärte Thomas Griesbeck, Teamleiter des Standortmanagements der Bergwacht Bayern, im Rahmen des Termins.
Blick in die Zukunft
Mit dem neuen Folgevertrag wird die Zusammenarbeit zwischen dem BLKA und der Bergwacht Bayern auf eine moderne und zukunftsfähige Grundlage gestellt. Neben der Sicherstellung des laufenden Betriebs sollen auch zukünftige technische Entwicklungen im Digitalfunkbereich berücksichtigt werden.
Die heutige Unterzeichnung auf Deutschlands höchstem Berg unterstreicht dabei symbolisch die besondere Herausforderung und zugleich die Bedeutung dieser Aufgabe: Kommunikation auch dort sicherzustellen, wo andere schwer hinkommen.
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