Die Bergwacht trauert um ein ehemaliges Mitglied des Landesausschusses
Urgestein der Bergwacht in Unterfranken – Bruno Büchs
Die Bergwacht Bayern trauert um den ehemaligen Regionalleiter der Bergwacht Region Rhön-Spessart, Bruno Büchs. Mit ihm verliert sie eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg mit Tatkraft und Weitblick die Bergwacht in Unterfranken geprägt hat.
1986 trat Bruno Büchs in die Bergwacht ein – und übernahm schnell Verantwortung. Als Einsatzleiter war er viele Jahre an vorderster Stelle gefordert, ruhig in der Lage, Entscheidungen zu treffen, wenn es darauf ankam. Für ihn war Bergrettung nie nur Aufgabe, sondern Haltung: helfen, wenn andere nicht mehr weiterkommen.
Fünf Jahre lang trug er als stellvertretender Regionalleiter Verantwortung, ehe er von 1997 bis 2017 die Bergwacht Region Rhön-Spessart leitete. In dieser Zeit formte er Strukturen, brachte Menschen zusammen und entwickelte die Bergwacht konsequent weiter. Er war jemand, der Ideen nicht nur dachte, sondern umsetzte – ob bei der Gründung neuer Bergrettungswachen in Frammersbach und Miltenberg, beim Aufbau der ersten Einsatzleitgruppe der Bergwacht Bayern oder bei der Weiterentwicklung von Funk- und Einsatzstrukturen.
Dabei war er stets nah an den Menschen. Viele Kameradinnen und Kameraden erlebten ihn als verlässlichen Ansprechpartner, als Unterstützer und Antreiber zugleich. Er überzeugte durch Ausdauer, Klarheit und Handschlagqualität.
Auch in außergewöhnlichen Lagen war auf ihn Verlass: Bei Katastropheneinsätzen, etwa beim Hochwasser in Deggendorf, packte er selbstverständlich mit an. Für ihn galt immer, Verantwortung zu übernehmen – unabhängig von Aufgabe oder Funktion.
Bruno Büchs war ein Mann der Tat, tief verwurzelt in seiner Region und fest verbunden mit der Bergwacht. Sein Wirken hat Spuren hinterlassen – in Strukturen, vor allem aber bei den Menschen, mit denen er gearbeitet hat.
Die Bergwacht Bayern wird ihn in dankbarer Erinnerung behalten.