Weißwurst, Brezen und wertvoller Austausch am Berg
Garmisch-Partenkirchen, 30.08.2026. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt informierte sich bei einem Besuch in Garmisch-Partenkirchen über die Arbeit, die Einsatzbereiche und die aktuellen Herausforderungen der Bergwacht.
Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Bergwachtregion Hochland West, der örtlichen Bergwacht-Bereitschaften, der Lokal- und Landespolitik, der Bayerischen Zugspitzbahn sowie dem Geschäftsführer der Bergwacht Bayern tauschte sich Dobrindt am Kreuzeck, unterhalb der Alpspitze, über die vielfältigen Aufgaben der Bergwacht aus. Dabei ging es nicht nur um die klassische Rettung im alpinen Gelände, sondern auch um die wachsende Bedeutung der Bergwacht im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz und die Möglichkeiten des Bundes für eine Unterstützung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte.
Thematisiert wurden auch Veränderungen, die sich in den vergangenen Jahren im Einsatzgeschehen ergeben haben. Neben klassischen Rettungseinsätzen im alpinen Gelände wird die Bergwacht zunehmend bei besonderen Schadenslagen gefordert. Dazu zählen u.a. Bergwaldbrände in schwer zugänglichen Gebieten, die für herkömmliche Einsatzmittel nur schwer erreichbar sind. Dobrindt teilte die Einschätzung der Bergwacht, dass es sich bei derartigen Szenarien um Einsatzbeispiele handelt, die in Zukunft verstärkt eintreten können.
Der Bundesinnenminister hob die wichtige Rolle der Bergwacht für die Sicherheit der Bevölkerung hervor und kündigte an, sich dafür einzusetzen, dass künftig auch Bundesmittel für die Bergwacht zur Verfügung gestellt werden können. Als konkretes Beispiel für eine mögliche Unterstützung nannte Dobrindt den Einsatz von Drohnen. Er könne sich ein Pilotprojekt bei der Bergwacht vorstellen, etwa mit Lastendrohnen, für den Transport von Material im alpinen oder unwegsamen Gelände. Darüber hinaus stand auch das Thema Fahrzeuge für die Bergrettung im Fokus, welches für die Bergwacht in den vergangenen Jahren aufgrund fehlender Verfügbarkeit geeigneter und finanzierbarer Geländewagen-Modelle eine große Herausforderung darstellt. Diesbezüglich sollen Bergwacht und Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zukünftig enger zusammenarbeiten und geeignete Möglichkeiten ausloten.
Für die Bergwacht Bayern ist der direkte Austausch mit politischen Entscheidungsträgern auf Bundesebene eine wertvolle Chance, um auf die besonderen Anforderungen der Bergrettung sowie des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes im alpinen Bereich aufmerksam zu machen, die aufgrund lokal begrenzter Notwendigkeit im bundesweiten Kontext oft keine primäre Rolle spielen. Der Besuch bot die Gelegenheit, aktuelle Herausforderungen aus erster Hand zu erläutern und gemeinsam über zukünftige Unterstützungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu sprechen.