Die Bergwacht trauert um einen besonderen Kameraden und Wegbereiter der Bergrettung
Pionier der Luftrettung und prägende Persönlichkeit der Bergwacht – Udo Zehetleitner
Mit großer Trauer nimmt die Bergwacht Bayern Abschied von Udo Zehetleitner. Mit ihm verliert sie einen Bergretter, Ausbilder und Innovator, der die Entwicklung der Bergrettung über Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgeprägt hat.
1957 trat Udo Zehetleitner in die Bergwacht Sonthofen ein und engagierte sich fortan mit außergewöhnlicher Leidenschaft für die Bergrettung. Über viele Jahre war er als Einsatzleiter, Ausbilder und Ausbildungsleiter tätig.
Zu den Meilensteinen seines Wirkens zählt seine Beteiligung an den ersten Hubschrauberrettungen der Bergwacht Bayern im Jahr 1964. Zudem führte er die erste nächtliche Hubschrauberbergung an der Daumen-Nordwand durch. Gemeinsam mit Bene Götzfried entwickelte er neue Rettungstechniken, Ausbildungsinhalte sowie den Bergwacht-Ackja und leistete damit wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung der Bergrettung.
Als stellvertretender Lehrgangsleiter organisierte und leitete er die ersten Winter-, Sommer-, Ausbilder- und Luftretterlehrgänge der Bergwacht Allgäu. Sein fachliches Wissen und seine Erfahrung prägten die Ausbildung weit über die Region hinaus.
Auch alpinistisch setzte Udo Zehetleitner Maßstäbe. Als einer der ersten staatlich geprüften Berg- und Skiführer war er mehr als fünf Jahrzehnte weltweit in den Bergen unterwegs. Zu seinen herausragenden Leistungen zählen die Erstbesteigung des 7.553 Meter hohen Changtse, Expeditionen zum Nanga Parbat sowie die Besteigung des Cho Oyu.
Mit Udo Zehetleitner verliert die Bergwacht eine Persönlichkeit, deren Wirken bis heute nachhallt. Sein Engagement, sein Ideenreichtum und seine tiefe Verbundenheit zur Bergrettung werden unvergessen bleiben.
Die Bergwacht Bayern wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.